Drei Wochen Japan, jeden Tag zehn Highlights und dazwischen mit dem Shinkansen kreuz und quer durchs Land: Solche Reisepläne sehe ich immer wieder in Japangruppen. Jedes Mal frage ich mich, wann und wie das alles geschafft werden soll. Denn viele vergessen, dass jeder von uns auf einer Japanreise natürliche Limitierungen hat. Egal wie viel und wie gut ich plane, irgendwann schlägt mindestens eine dieser Limitierungen zu.
Meine erste Japanreise 2014: eine Woche, weil es mehr nicht hergab
Auf meinen ersten Reisen nach Japan waren Zeit und Geld wirklich knapp. Deswegen entschied ich mich 2014, nur für eine Woche nach Japan zu fliegen. Ich wollte das Land einfach nur besuchen und meinen Traum erfüllen, mehr war damals nicht drin.
Ich buchte den günstigsten Direktflug und ein gutes, preiswertes Hotel. Ich hätte damals nicht gedacht, dass dies eine der wichtigsten Entscheidungen in meinem Leben werden würde. Allerdings waren die Preise für Flüge und Unterkünfte 2014 auch um einiges günstiger, heute liegen sie im Schnitt 50 bis 100 Prozent über den damaligen Preisen.
Zeit und Geld: die zwei externen Limitierungen
Die erste externe Limitierung ist die Zeit. Egal ob man nur eine Woche oder 90 Tage mit dem Touristenvisum nach Japan reist, irgendwann ist jede Reise vorbei. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Man hat immer zu wenig Zeit, um sich in Japan alles anzusehen.
Die zweite externe Limitierung ist das Geld. Geld limitiert uns alle, außer du bist vom Beruf reicher Erbe. Die meisten von uns müssen für den Traum, nach Japan zu reisen, ordentlich sparen. Und weil Flüge und Unterkünfte deutlich teurer geworden sind, wiegt dieser Punkt heute schwerer als noch vor zehn Jahren.
Ausdauer und Konzentration: was Körper und Kopf mitmachen
Die erste persönliche Limitierung ist die Ausdauer. Jeder von uns hat eine unterschiedliche Ausdauer, die Anzahl der Schritte und Distanzen pro Tag ist also begrenzt. Auf meinen Reisen in Japan komme ich auf rund 20.000 bis 30.000 Schritte pro Tag, und wenn ich gemeinsam mit anderen verreise, instruiere ich meine Mitreisenden vorher, dass wir mindestens 15.000 Schritte täglich machen werden. Wenn du in einer Gruppe reist, prüfe deshalb vorher die Kondition deiner Mitreisenden, denn wer konditionell nicht mithalten kann, bremst die gesamte Gruppe aus und das führt gerade bei der ersten Reise schnell zu Unmut und Frustration.
Die zweite persönliche Limitierung ist die eigene Konzentration. Japan ist für mich immer wie eine Studienreise, jedes Mal bekomme ich sehr viele neue Eindrücke. Seit es KI Assistenten als digitale Reisebegleiter gibt, wird das noch verstärkt und beschleunigt, denn sie liefern einen pausenlos neue Infos. Am Ende des Tages fühlt man sich, als hätte man Kafka am Strand von Haruki Murakami in einem Ritt durchgelesen: Der Kopf ist voll und man kann nichts Neues mehr aufnehmen. Ich nutze unterwegs aktuell sehr gerne Perplexity und ChatGPT.
Magenvolumen und Koffer: die Limits, an die vorher keiner denkt
Die dritte persönliche Limitierung ist das eigene Magenvolumen. Wer bereits in Japan war, kennt das sehr gut: Überall gibt es leckeres Essen und bereits am zweiten Tag kann man sich nicht mehr entscheiden, was man als nächstes essen soll. Mit dem Alter sinkt allerdings der Grundumsatz, man kann weniger essen oder riskiert am Ende einer Reise 5 Kilo mehr auf der Waage.
Einen Vorteil hat das Ganze trotzdem: Man kann sich exklusiveres Essen leisten, ohne insgesamt mehr auszugeben. Ich mache mir deswegen immer eine Favoritenliste mit Gerichten, die ich unbedingt essen möchte, werfe diese vor Ort aber auch ganz schnell wieder über Bord.
Dazu kommt eine weitere Limitierung, die vor allem bei den ersten Reisen auftritt: die Kofferlimitierung. Ich kenne diese ebenfalls gut, denn auch bei meinen ersten Reisen habe ich ordentlich eingekauft, einmal sogar so viel, dass ich die Verpackungen klein machen musste. Das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe dafür, dass in Japan Communities so häufig gefragt wird, wo man schnell einen günstigen Koffer herbekommt und wie viele Koffer man eigentlich mitnehmen darf. Ab ungefähr der vierten oder fünften Reise spielt diese Limitierung jedoch keine Rolle mehr, dann wird man meistens bescheidener und kauft auch weniger ein.
Mein persönlicher Tipp: Bereite dich mindestens drei Monate vor der Reise auf die Reise vor und lauf zu Hause schon mal ordentlich, um Kondition aufzubauen.
Jetzt bist du gefragt: Welche dieser Limitierungen hast du auf deiner Japanreise schon erlebt, oder mit welcher rechnest du, wenn du das erste Mal nach Japan fliegst?
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FAQ – Limitierungen auf einer Japanreise
Welche Limitierungen gibt es auf einer Japanreise?
Es gibt zwei externe Limitierungen, Zeit und Geld, sowie drei persönliche Limitierungen: Ausdauer, Konzentration und das eigene Magenvolumen. Bei den ersten Reisen kommt oft noch die Kofferlimitierung dazu.
Warum funktionieren vollgepackte Reisepläne für Japan meist nicht?
Weil jeder Reisende natürliche Limitierungen hat. Egal wie gut geplant wird, irgendwann schlägt mindestens eine dieser Limitierungen zu und der Plan lässt sich nicht mehr halten.
Wie lange darf man mit dem Touristenvisum in Japan bleiben?
Mit dem Touristenvisum sind bis zu 90 Tage möglich. Aber auch diese Zeit reicht nicht aus, um sich alles anzusehen, denn irgendwann ist jede Reise vorbei.
Wie stark sind die Preise für Flüge und Unterkünfte in Japan gestiegen?
Im Vergleich zu 2014 liegen die Preise für Flüge und Unterkünfte heute im Schnitt 50 bis 100 Prozent höher. Das macht das Sparen für eine Japanreise deutlich aufwendiger als damals.
Wie viele Schritte läuft man auf einer Japanreise pro Tag?
Auf Reisen in Japan sind rund 20.000 bis 30.000 Schritte pro Tag realistisch. Bei gemeinsamen Reisen sollte man mindestens 15.000 Schritte täglich einplanen.
Wie bereitet man sich körperlich auf eine Japanreise vor?
Am besten mindestens drei Monate vor der Reise damit beginnen und zu Hause schon ordentlich laufen, um Kondition aufzubauen. So fällt es leichter, die hohen Tagesdistanzen durchzuhalten.
Was ist bei einer Gruppenreise nach Japan in Bezug auf die Kondition zu beachten?
Vor der Reise sollte geklärt werden, wie gut die Kondition der Mitreisenden ist. Wer konditionell nicht mithalten kann, bremst die gesamte Gruppe aus und das führt gerade bei der ersten Reise zu Unmut und Frustration.
Warum ist eine Japanreise auch geistig anstrengend?
Japan wirkt wie eine Studienreise, weil jeden Tag sehr viele neue Eindrücke dazukommen. Am Ende des Tages ist der Kopf voll und die Konzentration reicht nicht mehr für Neues.
Welche Rolle spielen KI Assistenten als digitale Reisebegleiter?
KI Assistenten liefern unterwegs pausenlos neue Informationen und verstärken damit die Informationsflut. Bewährt haben sich dafür Perplexity und ChatGPT.
Ab wann spielt die Kofferlimitierung keine Rolle mehr?
Ab ungefähr der vierten oder fünften Japanreise wird sie zum Nebenthema. Dann wird man beim Einkaufen meistens bescheidener und braucht deutlich weniger Platz im Koffer.
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