Tokyo von oben: 7 Aussichtsplattformen für deine Reise und welche sich wirklich lohnen

Tokyo von oben: 7 Aussichtsplattformen für deine Reise und welche sich wirklich lohnen

Tokyo ist eine Stadt, die man erst wirklich begreift, wenn man sie von oben gesehen hat. Ich sage das immer wieder zu Reisenden, die mich nach Tokyo fragen: Erst auf einer Aussichtsplattform erfasst du die gigantischen Ausmaße dieser Metropole. Doch das Thema hat sich in den letzten Jahren stark verändert, und wer heute spontan hinaufmöchte, erlebt häufig eine böse Überraschung. Ich zeige dir heute meine sieben Lieblingsplattformen und erkläre dir, worauf du bei der Planung unbedingt achten solltest.

Meine 14-Tage-Challenge: Jeden Tag eine neue Aussichtsplattform in Tokyo

Bei einer Reise mit Freunden habe ich mir selbst die Frage gestellt: Schafft man es eigentlich, während eines 14-tägigen Aufenthalts in Tokyo jeden Tag eine andere Aussichtsplattform zu besuchen? Die Antwort ist ein klares Ja. Ich bin seit Jahren ein großer Fan dieser Perspektiven auf die Stadt und genau das hat mich dazu gebracht, systematisch die verschiedenen Plattformen zu erkunden und miteinander zu vergleichen.

Aus dieser Challenge ist eine Sammlung persönlicher Erfahrungen entstanden, die ich jetzt mit dir teilen möchte. Nicht nur die Klassiker, auf die jeder Tourist sofort zusteuert, sondern auch Spots, die kaum jemand noch auf dem Schirm hat. Denn wenn ich Reisenden erkläre, warum Aussichtsplattformen in Tokyo so unverzichtbar sind, spreche ich immer von diesem einen Moment, in dem man das volle Ausmaß dieser gigantischen Stadt zum ersten Mal wirklich begreift.

Blick auf die Shibuya-Kreuzung von der Aussichtsplattform Shibuya Sky in Tokyo, Japan
Die Aussichtsplattform Shibuya Sky ist aktuell die beliebteste Plattform bei Japan-Besuchern.

Warum spontane Besuche heute kaum noch möglich sind

Bei meinen ersten Reisen nach Tokyo war die Sache noch ganz einfach: Man ist zur Aussichtsplattform gegangen, hat sich live vor Ort ein Ticket gekauft und wurde hinaufgefahren. Diese Zeit ist leider vorbei. Heute sind die Tickets für die bekanntesten Plattformen oft Tage im Voraus ausverkauft, und ich lese in Foren immer wieder den Frust von Reisenden, die sich ihre Wunschplattform nicht mehr spontan erfüllen konnten.

Noch komplizierter wird es durch das Wetter. Wer Wochen im Voraus bucht, hat keine Möglichkeit mehr, auf schlechtes Wetter zu reagieren. Man kann also ein Ticket haben, am gebuchten Tag aber komplett bewölkte Sicht antreffen und am Ende gar nichts sehen. Der Frust ist hier vorprogrammiert, und das sollte man bei der Planung einer Japan-Reise unbedingt einkalkulieren.

Trüber Ausblick von einer Tokioter Aussichtsplattform bei bedecktem Himmel und schlechter Sicht
Bei Plattformen, bei denen man die Tickets vorab buchen muss, hat man immer das Risiko schlechter Wetter zu haben.

Die drei bekanntesten Plattformen und ihre Tücken

Der wohl dominanteste Aussichtspunkt in Tokyo ist der Tokyo Skytree, der größte Funkturm der Welt. Ich bin dort oben bereits fünf Mal gewesen und jedes Mal beeindruckt mich die grandiose Aussicht von Neuem. Wer spontan dorthin möchte, wird jedoch meistens enttäuscht, denn Tickets sind oft schon Tage im Voraus vergriffen. Die zweite große Adresse ist Shibuya Sky, die Aussichtsplattform über der berühmten Kreuzung in Shibuya, von der aus man einen einzigartigen Blick auf das Treiben tief unten hat. Auch hier gilt: Tickets sind vorhanden, aber häufig nur zu ungünstigen Zeiten oder mit weit vorauslaufender Planung. Dazu kommt, dass die offene Plattform bei schlechtem Wetter komplett geschlossen bleibt.

Den dritten Klassiker kennen viele als den vermeintlichen Geheimtipp: Das Rathaus in Shinjuku bietet gleich zwei Aussichtsplattformen und das Beste daran, der Eintritt ist kostenlos. Doch auch dieser Tipp hat sich inzwischen herumgesprochen. Die Wartezeiten sind lang, und selbst frühes Erscheinen am Morgen garantiert keine kurzen Wartezeiten mehr, da schlichtweg viele Menschen auf dieselbe Idee kommen können. Für alle, die diese drei Plattformen nicht als absolutes Muss ihrer Tokio-Reise betrachten, gibt es eine deutlich entspanntere Alternative.

Weitblick über das Häusermeer von Tokyo von einer der bekannten Aussichtsplattformen in der Stadt
Die 3 beliebtesten Aussichtsplattformen sind nicht die einzigen Plattformen in Tokio. Es gibt genügend Alternativen.

Meine vier Geheimtipps mit grandiosen Ausblicken ohne Wartezeiten

Der erste Tipp ist der Tokyo Tower, das rote Wahrzeichen mitten in der Stadt mit zwei Aussichtsplattformen. Tickets bekommt man in den meisten Fällen direkt vor Ort, man befindet sich mitten zwischen den Wolkenkratzern von Marunouchi und Shinagawa und kann von hier aus bequem zu Fuß historische Highlights der Stadt erkunden. Der zweite Tipp ist die Plattform im Mori Tower in Roppongi Hills. Diese war früher ausgesprochen beliebt, ist inzwischen aber komplett unterrepräsentiert. Häufig finden dort Sonderausstellungen statt, die im Ticket inkludiert sind und Einblicke in die Kultur und Geschichte Japans bieten. Von hier hat man außerdem einen wunderschönen Blick auf den Tokyo Tower und bei klarer Sicht direkt auf den Mount Fuji.

Der dritte Geheimtipp ist die Plattform bei Sunshine City in Ikebukuro. Diese wurde in den letzten Jahren komplett umgestaltet und wirkt heute puristischer als früher. Besonders angenehm: Man ist hier oben so gut wie allein, da diese Plattform kaum noch auf dem Radar der Besucher auftaucht. Der vierte und vielleicht überraschendste Spot findet sich im Fuji TV Building in Odaiba. Die markante Kugel des Gebäudes beherbergt eine Aussichtsplattform, von der aus man einen einzigartigen Blick auf den Hafen von Tokyo, die Rainbow Bridge und die Skyline in Richtung Shinagawa hat. Im Inneren der Kugel befindet sich zudem ein Aufnahmestudio von Fuji TV, das besichtigt werden kann und für viele japanische Besucher der eigentliche Grund für den Besuch ist.

Panoramablick von einer alternativen Aussichtsplattform in Tokyo mit klarer Sicht über die Skyline
Wer flexibel ist und ausweicht, spart sich lange Wartezeiten und kann flexibler auf das Wetter reagieren.

Mein persönlicher Tipp: Wer Skytree, Shibuya Sky oder das Shinjuku Rathaus fest einplant, sollte Tickets so früh wie möglich buchen und einen Puffertag für schlechtes Wetter einplanen. Für die vier Alternativen kann man deutlich spontaner planen und bekommt in der Regel direkt vor Ort ein Ticket.

Jetzt bist du gefragt: Welche dieser Aussichtsplattformen hattest du noch gar nicht auf dem Schirm, oder welche möchtest du bei deinem nächsten Tokyo-Besuch unbedingt ausprobieren?

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Blick auf den markanten roten Tokyo Tower von einer Aussichtsplattform in Roppongi Hills, Tokyo
Manche Highlights sieht zudem von anderen Plattformen viel besser, als wenn man die TOP 3 Plattformen besucht, wie hier der Tokyo Tower.

FAQ – Aussichtsplattformen in Tokyo

Wie viele Aussichtsplattformen gibt es in Tokyo?

Tokyo bietet eine Vielzahl an Aussichtsplattformen. Allein für einen 14-tägigen Aufenthalt lassen sich ohne Weiteres 14 verschiedene Spots finden, die alle einen einzigartigen Blick auf die Stadt bieten.

Muss man Tickets für den Tokyo Skytree im Voraus buchen?

Ja, Tickets für den Tokyo Skytree sollte man unbedingt im Voraus buchen, da sie häufig Tage im Voraus ausverkauft sind. Spontane Besuche sind kaum noch möglich.

Ist Shibuya Sky bei schlechtem Wetter geöffnet?

Nein, die offene Plattform von Shibuya Sky bleibt bei schlechtem Wetter geschlossen. Da Tickets im Voraus gebucht werden müssen, besteht das Risiko, an einem bewölkten Tag keine Aussicht zu haben.

Welche Aussichtsplattform in Tokyo ist kostenlos?

Das Rathaus in Shinjuku bietet zwei kostenlose Aussichtsplattformen. Allerdings sind die Wartezeiten oft lang, da der Tipp inzwischen vielen Besuchern bekannt ist.

Wo bekommt man in Tokyo noch spontan Tickets für eine Aussichtsplattform?

Beim Tokyo Tower, im Mori Tower in Roppongi Hills, bei Sunshine City in Ikebukuro und im Fuji TV Building in Odaiba kann man in der Regel direkt vor Ort ein Ticket kaufen, ohne lange Wartezeiten oder Vorabplanung.

Von welcher Aussichtsplattform in Tokyo sieht man den Mount Fuji?

Der Mount Fuji ist bei klarer Sicht unter anderem vom Mori Tower in Roppongi Hills und vom Tokyo Skytree aus zu sehen. Da der Fuji jedoch häufig von Wolken oder Dunst verdeckt wird, bleibt der Blick auf ihn ein besonderer Glücksmoment.

Was ist das Besondere an der Aussichtsplattform im Fuji TV Building?

Das Fuji TV Building in Odaiba hat eine Aussichtsplattform in der markanten Kugel des Gebäudes. Von dort bietet sich ein einzigartiger Blick auf den Hafen von Tokyo, die Rainbow Bridge und die Skyline in Richtung Shinagawa. Im Inneren befindet sich außerdem ein Aufnahmestudio von Fuji TV, das besichtigt werden kann.

Lohnt sich die Aussichtsplattform bei Sunshine City in Ikebukuro?

Ja, die Plattform bei Sunshine City in Ikebukuro wurde in den letzten Jahren komplett umgestaltet und bietet schöne Weitblicke über die Stadt. Besonders angenehm ist, dass man dort so gut wie allein ist, da diese Plattform kaum noch bekannt ist.

Was bietet der Mori Tower in Roppongi Hills neben der Aussichtsplattform?

Im Mori Tower finden häufig Sonderausstellungen statt, die im Eintrittspreis für die Aussichtsplattform inkludiert sind. Diese Ausstellungen vermitteln Einblicke in die Kultur und Geschichte Japans, sodass der Besuch einem Kombiticket gleichkommt.

Wie sollte man den Besuch von Aussichtsplattformen in Tokyo am besten planen?

Für Skytree, Shibuya Sky und das Shinjuku Rathaus sollte man Tickets so früh wie möglich buchen und einen Puffertag für schlechtes Wetter einplanen. Tokyo Tower, Mori Tower, Sunshine City und das Fuji TV Building können deutlich spontaner besucht werden, da man dort meistens direkt vor Ort ein Ticket bekommt.

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